Schwerpunkt Infrastruktur 2026
Über den BIF (Bahninfrastrukturfonds) finanziert der Bund sämtliche Kosten der Bahninfrastruktur, das heisst sowohl den Betrieb und den Substanzerhalt der bestehenden Eisenbahninfrastruktur als auch deren weiteren Ausbau. Insgesamt zahlt der Bund jährlich gut 6 Milliarden Franken an die Schweizer Eisenbahninfrastruktur.
Die Schweizer Bahninfrastruktur zählt zu den leistungsfähigsten der Welt, steht jedoch vor grossen Herausforderungen: Hohe Verfügbarkeiten und höchste Sicherheitsstandards erfordern für die Resilienz des Systems viele Ressourcen – was zu stetig steigenden Kosten führt. Um diesen Trend zu brechen, braucht es eine Kombination aus Innovationen der Industrie, einem bewussten Ausbau durch die Politik sowie einem konsequenten Umdenken aller beteiligten Stakeholder.
Eine dialogbasierte und offene Zusammenarbeit zwischen Bahnen, Behörden und Industrie – mit klaren Zielen und einem Fokus auf Effizienz – ist entscheidend, um die Schweizer Bahninfrastruktur langfristig leistungsfähig und bezahlbar zu halten.
Mit diesem Themenfeld setzt Swissrail 2026 bewusst einen Schwerpunkt. Der Verband will die Diskussionen über Kosten und Effizienz stärken und den Kulturwandel in der Branche weiter vorantreiben. Begleitet wird dieser Schwerpunkt durch eine vertiefte inhaltliche Auseinandersetzung im Laufe des Jahres – unter anderem mit einer Mini-Serie in unserem Verbandsmagazin «Express», in der Andreas Haas, Geschäftsführer von Swissrail, das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten wird.
In der Zusammenarbeit zwischen Swissrail und der SBB konnte dieses Jahr bereits ein Erfolg in Bezug auf Kosten und Effizienz verzeichnet werden: Seit Januar 2026 werden geplante Beschaffungen seitens der SBB-Infrastruktur halbjährlich auf der Webseite der SBB publiziert. Damit wurde ein wichtiger Schritt hin zu mehr Transparenz und einer besseren Planbarkeit für den Markt erreicht.
Für die Industrie ist dies von grossem Nutzen, da Unternehmen frühzeitig Sicht auf anstehende Projekte und Bedarfe erhalten. Dadurch können sie ihre Ressourcen, Kapazitäten und Innovationsvorhaben gezielter ausrichten sowie sich besser auf künftige Ausschreibungen vorbereiten. Gerade in einer Branche mit langen Vorlaufzeiten, komplexen Lieferketten und hohen Qualitätsanforderungen ist diese vorausschauende Information ein wesentlicher Vorteil. Davon profitieren nicht nur die beteiligten Unternehmen, sondern das gesamte Bahnsystem. Herzlichen Dank an alle beteiligten Parteien, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.
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