NextGen Swissrail Workshop zum Thema Kostenreduktion
Was passiert, wenn 40 junge Fachkräfte aus der gesamten Bahnbranche ihre Köpfe zusammenstecken? Genau - Das System wird auf den Kopf gestellt, vermeintlich Gegebenes kritisch hinterfragt und neue Ansätze werden kreiert.
Die steigenden Kosten im Bahnsystem zählen zu den zentralen Herausforderungen für die nachhaltige Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz. Entsprechend behandelt das Bundesamt für Verkehr (BAV) das Thema «Kosten im Griff» mit hoher Priorität und lädt die Branche dazu ein, mitzudenken und mitzuhandeln. Im Austausch mit Direktorin Christa Hostettler wurde Swissrail angestossen, das Thema aus Sicht der Industrie aktiv zu begleiten und konkrete Vorschläge einzubringen. Swissrail hat diesen Auftrag aufgenommen und das Thema Kostenreduktion bereits in mehreren Initiativen adressiert. Gemeinsam mit SBB, BLS und SOB wurde beispielsweise der Fahrzeugzulassungsprozess analysiert und Vorschläge erarbeitet, wie Kosten reduziert werden können, ohne Qualitäts- und Sicherheitsstandards zu beeinträchtigen. Die Ergebnisse wurden dem BAV vorgestellt, gemeinsam diskutiert und in der Revision des Regelwerks 2028 berücksichtigt.
Wie auch das BAV sieht Swissrail grosses Potenzial in neuen, partnerschaftlichen Formen der Zusammenarbeit. Im Rahmen der Umsetzung der ERTMS-Strategie setzt sich Swissrail dafür ein, Allianzmodelle zu prüfen und die digitale Transformation des Bahnsystems in innovativen, gemeinschaftlichen Set-ups voranzutreiben.
Eines ist klar: Das Bahnsystem braucht Veränderung – ebenso wie die Art und Weise, wie wir in der Branche zusammenarbeiten. Nachhaltiger Kulturwandel und die Weiterentwicklung bestehender Prozesse gelingen nur mit neuen Perspektiven. Genau hier kommt die NextGen ins Spiel.
In einem Workshop mit rund 40 jungen Fachpersonen aus der gesamten Bahnbranche haben wir das heutige Bahnsystem bewusst hinterfragt. Bestehende Abläufe wurden kritisch analysiert, kostentreibende Faktoren identifiziert und innovative Lösungsansätze diskutiert. Im Fokus standen dabei die langfristige Angebotsentwicklung, der Gesamtprozess der Rollmaterialbeschaffung sowie der Bau und Unterhalt der Infrastruktur. Die zentrale Fragestellung war: Wo entstehen vermeidbare Kosten im Bahnsystem – und wie können diese reduziert werden?
Die wichtigsten Erkenntnisse aus den jeweiligen Fokusbereichen:
- Angebotsentwicklung: Wir brauchen ein konsequent nachfrageorientiertes Angebot und wollen mithilfe neuer Technologien zusätzliche Effizienzpotenziale in der Produktion erschliessen – mit dem Ziel, mehr Menschen für die Bahn zu gewinnen.
- Rollmaterialbeschaffung: Auffällig ist: Viele Kosten entstehen gegen Ende der Wertschöpfungskette, beeinflusst oder vermieden werden können sie jedoch vor allem zu Beginn der Rollmaterialbeschaffung.
- Bau und Unterhalt der Infrastruktur: Normen und Vorgaben im Bereich Bahninfrastruktur sind teilweise veraltet. Hier sehen wir grosses Potenzial, bestehende Standards unter den heutigen Rahmenbedingungen kritisch zu überprüfen.
Wir sind überzeugt: Die junge Generation, die künftig Verantwortung für ein nachhaltiges, sicheres und wirtschaftlich tragbares Bahnsystem übernimmt, muss ihre Perspektiven aktiv in die Diskussion einbringen können. Die Ergebnisse des Workshops werden nun aufbereitet und mit der Branche geteilt. Denn die NextGen möchte nicht nur mitreden – sie will die Mobilität der Zukunft aktiv mitgestalten.
NextGen Swissrail – weil Vernetzung zählt
Wir geben der jungen Generation eine Stimme und eine Plattform, um mitzudenken, mitzugestalten und langfristig in der Branche
wirksam zu bleiben.
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