ALSTOM Schweiz AG / Thu 01.12.2022

Alstom demonstriert vollautonomes Fahren einer Rangierlokomotive in den Niederlanden

Erstmals höchstmöglicher Automatisierungsgrad für Rangierlokomotivbetrieb demonstriert
Fortschrittliche digitale Lösungen zur Optimierung der Betriebsleistung, Steigerung der Kapazität und Förderung des Übergangs zu einem nachhaltigen Verkehr

29. November 2022 - Alstom, ein weltweit führender Anbieter von intelligenter und nachhaltiger Mobilität, hat in Zusammenarbeit mit dem niederländischen Infrastrukturbetreiber ProRail und dem belgischen Schienengüterverkehrsunternehmen Lineas den höchsten Automatisierungsgrad auf einer Rangierlokomotive in der Nähe von Breda (Niederlande) demonstriert. Dieser als GoA4 bezeichnete Automatisierungsgrad bedeutet vollautomatisches Anfahren, Fahren, Anhalten und die Bewältigung von unvorhergesehenen Hindernissen oder Ereignissen ohne direkte Beteiligung des Zugpersonals während des Rangiervorgangs. Die
se Demonstration bildet den Abschluss einer Reihe von Tests, die Teil einer laufenden Partnerschaft zwischen Alstom, ProRail und Lineas sind.

"Durch die Integration einer fortschrittlichen Hinderniserkennung in unsere autonomen Fahrsysteme haben wir gezeigt, dass es möglich ist, Züge "vorausschauend" fahren zu lassen und sicher mit dem Unerwarteten umzugehen. Die positiven Ergebnisse beweisen, dass Alstom über die Technologie verfügt, die erforderlich ist, um Betreiber mit autonomen Fahrtechnologien zu unterstützen, die letztlich die betriebliche Leistung auf Güterstrecken verbessern werden." Stéphane Féray-Beaumont, Vizepräsident für Innovation und Smart Mobility bei Alstom

Ziel der Demonstration war es, zu zeigen, wie das intelligente Hinderniserkennungssystem (ODS) nahtlos mit dem automatischen Zugbetriebssystem (ATO) von Alstom zusammenarbeitet, damit der Zug autonom auf verschiedene Hindernisse reagieren kann. Dies ebnet den Weg für den breiteren Einsatz des autonomen Fahrens im Rangierbetrieb mit dem Ziel, die Kapazität des Güterverkehrs zu erhöhen; ein Beispiel für fortschrittliche digitale Technologien, die eine kosteneffiziente und nachhaltige Mobilität angesichts der wachsenden Nachfrage nach Güter- und Personenverkehrsdiensten fördern.

"Durch die Integration einer fortschrittlichen Hinderniserkennung in unsere autonomen Fahrsysteme haben wir gezeigt, dass es möglich ist, Züge "vorausschauend" fahren zu lassen und sicher mit dem Unerwarteten umzugehen. Die positiven Ergebnisse beweisen, dass Alstom über die Technologie verfügt, die erforderlich ist, um Betreiber mit autonomen Fahrtechnologien zu unterstützen, die letztendlich die Betriebsleistung auf Güterverkehrsstrecken verbessern werden. Durch die Digitalisierung werden wir den Übergang zu effizienteren, nahtloseren und nachhaltigeren Verkehrssystemen beschleunigen", sagt Stéphane Féray-Beaumont, Vice-President of Innovation & Smart Mobility bei Alstom.

Für die Demonstration wurde eine dieselhydraulische Rangierlokomotive von Lineas mit der ATO-Technologie von Alstom ausgestattet, die mit einem von NIART entwickelten intelligenten Hinderniserkennungssystem (ODS) von Elta [1]
. Die autonom fahrende Lokomotive wurde mit verschiedenen Hindernissen konfrontiert - einer Person, einem Auto, einem Waggon und einer falsch gestellten Weiche - und reagierte völlig autonom und ohne aktives Eingreifen des Personals an Bord. Der ODS erwies sich unter realen Bedingungen in bis zu 500 Metern Entfernung von Hindernissen als wirksam und bot einen erheblichen Sicherheitspuffer in Rangierbahnhöfen.

Das ODS von NIART ist ein Wahrnehmungssystem, das auf einem hochauflösenden Digitalradar basiert, das mit einer multispektralen Elektrooptik verschmolzen ist und von klassischen und maschinellen Lernalgorithmen unterstützt wird, um Hindernisse auf der Zugstrecke bei allen Wetter- und Sichtverhältnissen zu erkennen und zu klassifizieren. Das System ist eine vollständige, in sich geschlossene On-Board-Lösung, die das ATO-System mit den Informationen versorgt, die es für autonome Fahrentscheidungen benötigt.

Alstom ist führend in der Entwicklung von ATO-Systemen im Eisenbahnsektor. Die Gruppe hat erfolgreiche ATO-Tests in Frankreich, Deutschland, Belgien, den Niederlanden, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich durchgeführt. Die derzeitigen Tests bei GoA4 in den Niederlanden sollen das Terrain für eine breite Palette von Anwendungen im kommerziellen Betrieb auf Hauptstrecken in allen Automatisierungsgraden vorbereiten.

Alstom hat die Vorteile von ATO in Nahverkehrssystemen auf der ganzen Welt nachgewiesen. Die Erfahrung zeigt, dass die Automatisierung zu einer Erhöhung der Netzkapazität, Kostensenkung, Energieeinsparung und Flexibilität des Betriebs führt. Automatische Züge können näher beieinander fahren, was die Netzkapazität effektiv erhöht. Außerdem fahren die Züge gleichmäßiger, was zu einer effektiveren Energienutzung führt. Die Automatisierung im Schienenverkehr bietet den Betreibern die Möglichkeit, die Produktivität ihrer Netze zu maximieren, ohne teure Änderungen an der Infrastruktur vorzunehmen.

[1] NIART by Elta ist ein von Elta Systems gegründetes Spin-off-Unternehmen im Bereich der Automobilsysteme.
Address
  • Swissrail Industry Association
  • Taubenstrasse 32
  • CH-3011 Bern

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