Swissrail Industry Association / Fri 25.11.2022

Retrofits – Umweltfreundliche, innovative und kreative Modernisierungen von IT Infrastruktur

Supercomputing Systems AG (SCS), ein Unternehmen mit Sitz in Zürich, gegründet in 1993 vom ETH Professor Dr. Anton Gunzinger, beobachtet schon seit Längerem die nicht optimale Nutzung von Ressourcen in der Industrie. Bei Elektronikgeräten, vom einfachen Kühlergerät bis zur Lokomotive, muss wegen Teil-Obsoleszenz regelmässig neues Equipment beschafft werden. Auch wenn dies die Wirtschaftsleistung antreibt, werden doch viel Volksvermögen und Ressourcen verschwendet.

Ein Retrofit ist eine Modernisierung eines Systems durch Nachrüstung von Teilkomponenten und Hinzufügen von neuen Funktionalitäten. Der Hauptvorteil eines Retrofits ist die Einsparung von Ressourcen. Statt ein komplettes neues System anzuschaffen, ist es möglich, neue Funktionen in eine bestehende Lösung zu integrieren, z.B. durch neue Software oder gezielte Komponenten, wobei der Grossteil der Hardwarekomponenten erhalten bleibt. Gepaart mit diesem ökologischen Vorteil (Ressourcen und begrenzter Bauaufwand) spielt der ökonomische Aspekt eine wichtige Rolle (Kontinuität, Integration, Realisierungszeit).

Supercomputing Systems AG (SCS), ein Unternehmen mit Sitz in Zürich, gegründet in 1993 vom ETH Professor Dr. Anton Gunzinger, beobachtet schon seit Längerem die nicht optimale Nutzung von Ressourcen in der Industrie. Bei Elektronikgeräten, vom einfachen Kühlergerät bis zur Lokomotive, muss wegen Teil-Obsoleszenz regelmässig neues Equipment beschafft werden. Auch wenn dies die Wirtschaftsleistung antreibt, werden doch viel Volksvermögen und Ressourcen verschwendet.

Im Jahr 2009 wurde ein erstes Projekt umgesetzt, um einer Teil-Obsoleszenz mit Retrofit zu begegnen und somit eine IT-Lösung zu modernisieren, ohne die Gesamtlösung neu zu beschaffen. Für den öffentlichen Verkehr des Kantons Zug wurde entschieden, statt neue Fahrkartenautomaten zu kaufen, eine Nachrüstung (Retrofit) umzusetzen. Dieses damalige Pionierprojekt ebnete den Weg für zahlreiche weitere Projekte, auf die sich eine Abteilung bei der SCS spezialisierte. 

Ein SCS Retrofit-Projekt startet in der Regel mit einer Machbarkeitsstudie, um die Möglichkeit des Reverse Engineering der Infrastruktur zu untersuchen. Alle Hardwarekomponenten der Lösung und ihre Schnittstelle zur Software werden analysiert. Diese Analyse hilft bei der Entscheidung, ob eine Komponente beibehalten wird oder durch eine neue Komponente ersetzt werden muss. Bei einigen Projekten können 100 % der Hardwarekomponenten wiederverwendet werden und lediglich nur die Software wird ersetzt. Die Lösung wird immer "geöffnet", und der Kunde kann nach Belieben neue Funktionen hinzufügen (entweder auf der Software- oder auf der Hardwareseite). 

Gepaart mit der Öffnung des Systems und deren Schnittstellen für den Eigentümer und Nutzer, hat sich daraus ein disruptives Geschäftsmodell entwickelt. Das ursprüngliche Geschäftsmodell der Lieferanten mit Vendor Lock-in wurde durch ein kundenorientiertes Modell abgelöst. Weiterentwicklungen können anhand der Anforderungen geplant und kostengünstiger umgesetzt werden. Bahntechnik, Lichtsignalanlagen, Flughafeninfrastruktur, etc. Alle diese Bereiche können von Retrofits profitieren und mit geringen Investitionen fit für die Zukunft gemacht werden. 

SCS hat für ihre Retrofit-Projekte das Solar Impulse Efficient Solution Label von Bertrand Piccard im Jahr 2020 erhalten und ist bestrebt, weitere Anlagen zu modernisieren.



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