Im VSM-Bulletin Nr. 613 vom 31. Januar 1977 kann nachgelesen werden:
„Auf Einladung des VSM fand am 13. Januar 1977 in Zürich unter dem Vorsitz von Herrn Botschafter P. Bettschart, Delegierter für Handelsverträge, eine Konferenz statt, an der die Möglichkeiten einer gemeinsamen Förderung der Exportinteressen der schweizerischen Eisenbahnindustrie erörtert und die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft beschlossen wurde. Die Initiative für eine solche Aussprache war vom VSM-Sekretariat ergriffen worden, nachdem im Zusammenhang mit verschiedenen, internationalen Ausschreibungen, so namentlich im Falle Venezuela, Lücken und Mängel in der schweizerischen Angebotsstrategie deutlich geworden waren. Eine vom 18. Juni 1976 datierte Umfrage bestätigte den Wunsch nach einer engen Zusammenarbeit. Die Notwendigkeit dazu ergibt sich aus der Forderung nach schlüsselfertigen Gesamtangeboten, die neben dem Bau und der Ausrüstung einer Eisenbahn auch die Beratung in Betriebsfragen, die Personalschulung, die Serviceorganisation und anderes mehr umfassen. Die erwähnte Arbeitsgemeinschaft soll die Funktion eines Promotors und eines Koordinators für die schweizerische Eisenbahnindustrie auf den Auslandmärkten übernehmen.“
Das VSM-Bulletin 624 vom Dezember 1977 meldet:
„Am 8. Dezember 1977 fand unter dem Vorsitz von Herrn Botschafter P. Bettschart, der den am 13. Januar 1977 gewählten Koordinationsausschuss geleitet hatte, die Gründungsversammlung der „SWISSRAIL“ statt.“
Es folgt die Umschreibung der Zielsetzungen betreffs Förderung des Exports sowie der Zusammenarbeit und schliesst mit den Worten.
„Durch gemeinsame Anstrengungen im Auslande gilt es, die empfindlichen Lücken zu schliessen, die infolge der rückläufigen Investitionstätigkeit der Betriebe des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz bereits entstanden sind und noch entstehen werden.“
Weiter wird gemeldet, dass 37 Firmen, darunter auch vier lngenieurgesellschaften, ihren Beitritt zur „SWISSRAIL“ erklärt hätten.
Dem Protokoll der Gründungsversammlung kann entnommen werden, dass es dem Koordinationsausschuss aus Zeitgründen nicht möglich gewesen ist, eine Nomination für das Präsidium zu machen. Dessen Funktion hätte interimistisch der Vizepräsident zu erfüllen. Für dieses Amt wird auf Vorschlag des Koordinationsausschusses Herr K. von Meyenburg von der SLM Schweizerische Lokomotiv- & Maschinenfabrik gewählt.
Am 3. März 1978 wird auf dem Korrespondenzweg Herr Prof. H. Brändli vom Institut für Verkehrsplanung und Transporttechnik der ETH Zürich zur Wahl vorgeschlagen, die einstimmig erfolgt. Im gleichen Brief steht auch zu lesen, dass der Vorstand das Angebot der SLM, die Geschäftsstelle nebenamtlich zu führen, angenommen habe.
An der ausserordentlichen Mitgliederversammlung vom 20. September 1978 wird, auf Verlangen des Amtes für Handels- und Güterrechtsregister der Namenszug „SWISSRAIL“ - um Verwechslungen mit den SBB zu vermeiden - mit dem Zusatz „Export Association“ versehen.
Die SWISSRAIL Export Association wurde am 05. September 2003 in SWISSRAIL Industry Association umbenannt.
In der Absicht, ihre Aktivitäten besser zu koordinieren, ihre Kräfte wirkungsvoller einzusetzen und ihre Finanzquellen optimal zu nutzen, haben sich schweizerische Dienstleistungs- und Industrieunternehmen aus dem Bereich des spurgebundenen Verkehrs zur „SWISSRAIL Industry Association“ zusammengeschlossen. Bei Bedarf können die Konsulenten und Ingenieurfirmen auch unter dem Namen „SWISSRAIL Consulting Group“ auftreten.
Die Statuten von SWISSRAIL regeln Ziele, Struktur, Organisation, Aufgaben und Aktivitäten der Vereinigung. Sie werden durch Reglemente ergänzt.
